Förderangebote
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Die Qualität der fachlichen Angebote, die
Realisierung gemeinsam formulierter Ziele, das Arbeitsklima und die damit
verbundene Zufriedenheit der Bewohner des HAUS MICHAEL hängen in
besonderem Maße von den Mitarbeitern ab.

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Tagesbetreuung
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Bewohner/innen des Haus Michael, die
sich wegen Erkrankung, Arbeitsunfähigkeit, Urlaub oder Berentung tagsüber
im Hause aufhalten, erfahren sinnvolle und befriedigende Tagesgestaltung.
Die Tagesbetreuung gewährleistet, dass Bewohner/ innen herzliche Zuwendung
erhalten. Im Krankheitsfall ist die notwendige Pflege und Versorgung
gesichert.
Darüber hinaus ist die Möglichkeit gegeben, in gemütlicher Atmosphäre (
Tagesstätte ) individuelle Interessen zu pflegen (z.B. Malen, Basteln )
oder zu entdecken, Erlerntes zu erhalten, neue Fähigkeiten zu erwerben und
sich miteinander über persönliche Erlebnisse zu unterhalten.
Die Tagesbetreuung des HAUS MICHAEL bietet
im lebenspraktischen Bereich:
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kleinere
Einkäufe erledigen |
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Anleitung
zur Verschönerung und Pflege der eigenen Wohnung |
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Orientierung, sich sicherer in der näheren und weiteren Umgebung des
Wohnheimes zurecht zu finden |
im
freizeitpädagogischen Bereich:
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Förderung
kreativer Tätigkeiten (Malen, Basteln) |
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Vorlesen,
Geschichten erzählen, |
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Anleitung zu
sinnvoller Eigenbeschäftigung |
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Gesellschaftsspiele |
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Tagesausflüge, Besuch von Museen und Veranstaltungen, |
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Wandern |
Gesundheitsfürsorge und
medizinische Maßnahmen:
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Sport oder
Gymnastik in der hauseigenen Turnhalle |
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Schwimmen,
Wassergymnastik |
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Anleitung
und Mithilfe bei Körperhygiene |
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Entspannungsübungen |
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Ausgabe der
verordneten Tagesmedikation |
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Durchführung
ärztlicher Verordnungen im Hause |
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Sorge für
das Einhalten von therapeutischen Anwendungen außerhalb des Hauses |
Angebote für
religiöse Bedürfnisse:
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Gespräche zu
Sinnfragen und Bewältigung von Krisen |
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Besinnliche
Angebote entsprechend der Feste im Jahreskreis |
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Unterstützung in der Bewältigung von Trauer, Teilnahme an Trauerfeiern |
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Glaubensgespräche |
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Psychomotorikgruppe
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Man lernt das Fliegen nicht durch das Fliegen. Zuerst muss man das Gehen,
Rennen, Klettern und Tanzen lernen.
(F. Nietzsche)
Die Psychomotorikgruppe des Haus Michael besteht seit über zehn Jahren.
Ausschlaggebender Beweggrund für die Entstehung der Psychomotorik-gruppe
war und ist, eine sinnvolle Freizeitgestaltung und einen Ausgleich zur
Arbeit für die Bewohner des Hauses zu schaffen. |
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Was ist Psychomotorik?
Psychomotorik betont zunächst die
Zusammenhänge zwischen dem Bewegungsverhalten und den psychischen und
emotionalen Vorgängen. Der Körper ist eine Grundlage unserer Existenz,
unserer Entwicklungs- und Ausdrucksmöglichkeiten. Aber auch unsere Gefühle
und Gedanken beeinflussen und formen unsere materielle Basis, den Körper.
Psychomotorik steht als Name und Bezeichnung für eine neue Sichtweise von
Bewegungserziehung und - förderung. In Abgrenzung vom klassischen
Sportverständnis mit speziellen Bewegungsabläufen, Techniken, einem festen
Regelwerk und bestimmte, dem Sport "innewohnenden" Werten, wie z.B.
Wettkampf und Leistung, geht es in der Psychomotorik nicht um sportliche
Höchstleistungen. Im Vordergrund steht die Freude an der Bewegung, die
spielerische Tätigkeit.
Ziele der Psychomotorik in Haus Michael
Hervorzuheben ist der Begriff der Körpererfahrung in der Psychomotorik.
Hiermit sind zum einen die Erfahrungen des eigenen Körpers in Ruhe und
Bewegung, zum
anderen aber auch die Aufnahme von Beziehungen zur sozialen
oder materiellen Umwelt über den Körper, der als Mittler zur Welt dient,
als Brücke, die vom eigenen Lebensmittelpunkt zwischen Außenwelt
geschlagen wird, gemeint. Es ist die Erfahrung des eigenen Körpers, die
Informationen gibt über Eigene, aktuelle Befindlichkeit, aber auch über
schon lange Vergessenes, dem Bewusstsein nicht mehr zugängliches.
Es geht uns in der Psychomotorik darum, dass der Mensch
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sich und seinen Körper kennerlernt, ihn erfährt und erlebt. |
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seinen Körper annehmen lernt. |
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seinen Körper einsetzen lernt. |
Zusammenfassend dient die Psychomotorik der Persönlichkeitsbildung und
führt zur Handlungskompetenz. Basis dafür ist die Bewegung mit ihren
motorischen Lernprozessen, also ein durchgängiges Leben von Kindes- bis
zum Erwachsenenalter über das Medium "Bewegung".

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Snoezeln
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"Gesunder Menschenverstand sagt uns ja
schon, dass nichts in unserem Verstand zu finden sei, was nicht zuerst
durch die Sinne Eingang fand."
(Dahlke, 1996)
Was ist Snoezeln?
"Snoezeln" ist ein geschützter Begriff. Snoezeln kommt aus dem
Niederländischen und ist eine Kombination der Wörter "snuffeln", d.h.
schnüffeln, schnuppern und "doezeln", d.h. dösen, schlummern und erinnert
außerdem an das Wort "to snozze" für "dösen":
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Snoezelangebote im Haus Michael
Seit 1995 besteht die Möglichkeit in Haus
Michael zu snoezeln. Es wurde ein Raum geschaffen, in dem keine
Erwartungen an die Bewohner gestellt werden und sie sich "angstfrei"
bewegen können. Snoezeln geht von einer ganzheitlichen Sich tweise aus,
nicht die Defizite oder ein Fördergedanke steht im Vordergrund, sondern
der Erholungs- und Entspannungswert. Snoezeln soll der Entspannung der
Bewohner dienen und steht im Gegensatz zum zielorientierten pädagogischen
Vorgehen.
Das Snoezeln mit seiner Raumatmosphäre soll ein Ort sein, alles hinter
sich lassen zu können. Dementsprechend sollen ruhige Musik, gedämpftes
Licht, eine stimmungsvolle Atmosphäre dazu beitragen, Freiraum zur
Erholung zu schaffen. Hierbei werden die fünf Sinne nicht wie im
alltäglichen Leben in der Breite sondern in der Tiefe angesprochen. Das
heißt, dass einzelne Reize selektiv angeboten und unnötige Reize reduziert
werden.
Die Freiwilligkeit des Angebotes ist uns ganz besonders wichtig. Ferner
haben wir das Anliegen, dass die Nutzung und die Gestaltung des Raumes
veränderbar ist, wodurch jedem Bewohner die Möglichkeit gegeben bleibt,
den Snoezelraum mit neuen Ideen und eigenen Vorstellungen zu betreten.
Zum Teil wird der Raum von den Bewohnern alleine genutzt; aber häufig wird
auch das Bedürfnis geäußert, gemeinsam mit den BetreuerInnen zu snoezeln.
Unabhängig davon, mit welcher Motivation der Raum in Anspruch genommen
wird, können wir immer wieder beobachten, dass die Bewohner die
Möglichkeit nutzen, vom Alltag Abstand zu nehmen.
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Einzelförderung
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Die Betreuung und Assistenz im HAUS
MICHAEL betont die individuelle Begleitung und Förderung der behinderten
Bewohner. Sie lässt unterschiedliches selbstständiges und
eigenverantwortliches Handeln in den unmittelbaren
Lebensbereichen zu. In
Absprache und enger Zusammenarbeit mit den Werkstätten für Behinderte
werden einzelne Bewohner zeitweise von der Arbeit freigestellt und
erfahren im HAUS MICHAEL eine intensive Einzelbetreuung ( spezielle
Hauswirtschaftstage ).
Diese Förderung unterstützt und erweitert nicht nur die Selbstständigkeit
z.B im hauswirtschaftlichen Bereichen, sondern hat bei vielen Bewohnern
auch eine deutliche Verbesserung der sozialen Kompetenz zur Folge. |
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